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Das Kernproblem: Erwartungswert vs. Realität im Fußball

Jeder Trainer kennt das Bild: Der Ball sitzt im Strafraum, der Angreifer löst, das Ergebnis ist ein Schuss, aber das erwartete Tor (xG) liegt bei 0,85. Und plötzlich wird die Statistik zum Feind. Hier liegt das eigentliche Dilemma – die Diskrepanz zwischen dem, was das Modell sagt, und dem, was das Auge sieht.

Was ist XG überhaupt?

Einfach gesagt: XG (Expected Goals) ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuss ein Tor wird, basierend auf Standort, Winkel, Schussart und vielen anderen Faktoren. PSXG erweitert das Ganze um die Spielphase und das Kontext-Timing. Das klingt nach Präzision, bis du merkst, dass die Algorithmen nicht deine Taktik kennen.

Shot XG vs. Post-Shot XG – Der Unterschied, der zählt

Shot-XG bewertet den Schuss zu dem Moment, in dem er abgegeben wird. Post-Shot-XG (PSXG) rechnet nach, also wenn du den Ball siehst, wie er fliegt, wo er landet, ob der Torwart gerät. Der Unterschied ist enorm: Ein Schuss mit 0,75 XG kann dank einer spektakulären Parade nur 0,20 PSXG erreichen.

Warum PSXG in der Praxis oft ignoriert wird

Weil es zu komplex ist. Trainer und Analysten wollen schnelle Insights, nicht ein Datenlabyrinth. Und hier kommt die Frustration: Du hast ein 0,9-XG-Schuss, dein Team gewinnt das Spiel, aber die Medien heulen über „verschwendete Chancen”. PSXG könnte das Bild retten, indem es zeigt, dass der Schuss tatsächlich nur 0,3 PSXG hatte.

Die fünf fatalen Fehler bei der Nutzung von XG

Erstens: Blindes Vertrauen in das Modell. Zweitens: Ignorieren des Torwart-Einflusses. Drittelt: Verwechseln von Gesamteindruck und Einzelereignissen. Viertens: Keine Berücksichtigung der Spielphase. Und fünftens: Fehlende Kontext-Analyse.

Wie du PSXG jetzt praktisch einsetzt

Hier ist der Deal: Statt nur den XG-Wert zu notieren, fügst du gleich die PSXG-Komponente hinzu. Das geht mit den meisten Analyse-Tools, die du bereits nutzt – du aktivierst einfach das “Post-Shot-Modul”. Dann vergleichst du die beiden Werte. Wenn der Unterschied groß ist, war der Schuss entweder überragend oder völlig verfehlt.

Ein Beispiel aus der Praxis: In einem entscheidenden Spiel hatte ein Stürmer einen Schuss mit einem XG von 0,85, doch das PSXG lag bei 0,12, weil der Torwart den Ball mit einer unglaublichen Reflexparade hielt. Dieser Unterschied erklärt, warum das Team trotz hoher XG-Zahlen das Spiel verlor.

Der kritische Moment: Entscheidungshilfe für das Training

Wenn du die Daten im Training analysierst, fokussierst du dich auf die Schüsse, bei denen XG und PSXG stark divergieren. Das sind die Schüsse, die du verbessern musst – sei es die Schusstechnik, die Platzwahl oder das Timing. So machst du aus einer trockenen Zahl ein greifbares Trainingsziel.

Ein Blick nach vorn – dein nächster Schritt

Vermeide das typische “XG-Fetisch”. Nutze das PSXG, um die wahre Qualität deiner Chancen zu messen. Und vergiss nicht, die Zahlen zu visualisieren – ein einfaches Diagramm kann das gesamte Team überzeugen.

Und hier ist ein praktischer Link, der dir den Einstieg erleichtert: https://fussballstatistik-de.com/artikel/post-shot-xg-psxg/

Jetzt nimm die Daten, setz sie ins Spiel, und lass die Statistik für dich arbeiten, nicht gegen dich.

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